Die Frage ist völlig logisch. Und fair. Unternehmen haben Sicherheitsdatenblätter, Etiketten, Registrierungen im ISK. Das System funktioniert. Warum also eine zusätzliche Verpflichtung?
Die Antwort ist einfach: UFI und PCN wurden nicht für Unternehmen geschaffen, sondern für Ärzte und Giftinformationszentren. Und genau hier beginnt der Kern der Sache.
Was ist ein UFI und warum wird er verwendet?
Der UFI ist ein 16-stelliger Code. An sich sagt er nichts aus. Er hat keine Bedeutung. Er ist lediglich ein Identifikationsschlüssel. Die wahre Bedeutung liegt im PCN-Dossier, das mit diesem Code verknüpft ist.
Wenn jemand mit einem gefährlichen Gemisch in Kontakt kommt – zu Hause, in der Werkstatt oder in der Industrie – sucht der Arzt nicht nach dem Handelsnamen, liest nicht das Sicherheitsdatenblatt und rät nicht, ob es sich um eine alte oder neue Version des Produkts handelt. Er gibt den UFI in das System ein und erhält in Sekundenschnelle genaue Informationen über die Zusammensetzung und empfohlene Gesundheitsmaßnahmen.
Warum kann dies nicht einfach mit einem Sicherheitsdatenblatt gelöst werden?
Weil:
- Handelsnamen nicht eindeutig sind,
- Verpackungen in verschiedenen Sprachen zirkulieren,
- Sicherheitsdatenblätter sich ändern und aktualisiert werden,
- in Notfällen zählen Minuten, nicht Erklärungen.
PCN ist daher eine separate Datenbank, die von der ECHA verwaltet wird und kein Ersatz für die ISK-Datenbank ist. Sie ist eine zusätzliche Sicherheitsschicht – ausschließlich für schnelles und korrektes Handeln im Falle eines Unfalls mit einer gefährlichen Chemikalie gedacht.
Praktische Lehre:
UFI und PCN werden länderspezifisch eingereicht. Wenn Ihr Produkt einen UFI und PCN hat, der nicht für Slowenien eingereicht wurde, ist das Produkt immer noch nicht für den Vertrieb in Slowenien geeignet. Und genau das überprüft der Inspektor im ersten Schritt.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die grundlegenden Dinge wirklich geregelt haben oder ob eine Inspektion bevorsteht und Sie sich gut darauf vorbereiten möchten, können Sie mir unter urska.poje@bens-consulting.eu schreiben. Oft reicht ein kurzes Gespräch aus, um unnötigen Stress zu vermeiden.
P.S.: Auf diesem Link können Sie auch meinen Vortrag über die häufigsten Fragen und Probleme im Zusammenhang mit UFIs und PCNs ansehen.
bojan.dimic@bens-consulting.eu schreiben.





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