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Warum können die Farben und Größen der Piktogramme nicht an das Corporate Design angepasst werden?

Kürzlich habe ich eine sehr interessante Frage erhalten:

»Wir haben das Firmenlogo aktualisiert und folglich auch das Etikett. Können die Gefahrensymbole in einer solchen Farbe wie unten sein, oder müssen sie genau festgelegte Farben haben?«

Die Frage ist berechtigt, da Unternehmen viel Aufwand in ihr Corporate Design investieren. Daher ist es logisch, dass Sie es auch auf den Produktetiketten beibehalten möchten.

Das Problem liegt jedoch darin, dass Warnzeichen kein Teil des Designs sind. Sie sind gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitselemente. Und hier gibt es nicht viele Kompromisse.

Farben sind keine Frage des Geschmacks und Designs.

In der EU sind  Gefahrensymbole für Chemikalien klar durch die CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008) festgelegt. Das bedeutet:

·       die Form muss ein Rhombus sein,

·       der Rand muss rot sein,

·       der Hintergrund muss weiß sein,

·       das Symbol muss schwarz sein.

Farbliche Anpassungen aufgrund von Design, Logo oder Verpackung sind nicht erlaubt, unabhängig davon, wie ästhetisch sie wirken. 

Der Grund dafür ist, dass die Symbole für alle Benutzer sofort erkennbar sein müssen, unabhängig von Land, Sprache oder Unternehmen.

Was ist mit der Größe der Piktogramme?

Das Gleiche gilt für die Größe der Piktogramme. Die CLP-Verordnung legt in diesem Fall fest:

·       die Mindestgröße in Bezug auf das Volumen der Verpackung,

·       die Anforderung, dass die Piktogramme klar sichtbar, lesbar und nicht von anderem Text oder Grafiken überdeckt sind.

Das Verkleinern der Piktogramme, um mehr Marketingtext hinzuzufügen, das Logo zu vergrößern oder das Design zu „säubern“, ist keine erlaubte Praxis. 

Warum sind diese Regeln so streng?

Warnzeichen sind nicht wegen Bürokratie da, sondern wegen:

·       der Sicherheit der Benutzer,

·       der schnellen Erkennung von Gefahren,

·       der Vermeidung von Fehlanwendungen des Produkts,

·       des rechtlichen Schutzes des Unternehmens.

Im Falle einer Inspektion oder eines Unfalls sind fehlerhafte Piktogramme eines der ersten Dinge, die von den Behörden überprüft werden. Es handelt sich um eine standardisierte Sicherheitswarnung, die für alle Benutzer bestimmt ist, unabhängig von Sprache, Land oder Branche.

Was bedeutet das für Unternehmen in der Praxis?

Sehr einfach:

·       das Corporate Design passt sich der Gesetzgebung an, nicht umgekehrt,

·       das Etikett ist kein Marketing-Flyer,

·       Warnzeichen haben Vorrang vor dem Design.

In der Praxis sind fehlerhafte Piktogramme einer der häufigsten Gründe für:

·       Feststellungen von Nichtkonformität,

·       Anforderungen zur Korrektur von Etiketten,

·       oder sogar den Rückruf von Produkten vom Markt.

Es stimmt, dass das Corporate Design eines Unternehmens wichtig ist. Dennoch hat Sicherheit und Gesetzeskonformität Vorrang vor der »Schönheit« mit Absicht. 

Wenn auch Sie Fragen zur Chemikaliengesetzgebung haben, schreiben Sie mir an simona.miklavcic@bens-consulting.eu. 

Haftungsausschluss:
Die Informationen auf diesem Blog wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, jedoch handelt es sich dabei nicht um (chemische) Beratung, und der Anbieter übernimmt keine Verantwortung oder Garantie für die Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität der veröffentlichten Inhalte. Wenn Sie Rat für einen konkreten Fall benötigen, können Sie uns unter
bojan.dimic@bens-consulting.eu schreiben.
SDB Andere | 15. Jan 2026

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