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UFI / PCN | 14. Okt 2019

Heute habe ich beschlossen, die Abkürzungen für UFI, PCN und PCN-Dateien an einer Stelle zu erklären.

Mir ist es nämlich aufgefallen, dass diese Begriffe in letzter Zeit häufiger verwendet werden. Die meisten Benutzer wissen jedoch nicht einmal, was diese Abkürzungen tatsächlich bedeuten. Ich hoffe, dieser kurze Beitrag Ihnen hilft.

Starten wir also mit dem Unique Formula Identifier, kurz UFI. Im deutschsprachigen Raum wird dies als "eindeutiger Rezepturidentifikator“ übersetzt.

Es geht um einen 16-stelligen Code, der auf dem Etikett jedes gefährlichen Gemisches (oder im Sicherheitsdatenblatt bei industrieller Verwendung) angegeben werden muss, um im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vermarktet werden zu dürfen.

Wenn eine Mischung in einem EWR-Mitgliedsstaat in Verkehr gebracht werden soll, muss sie also diesen 16-stelligen UFI-Code auf ihrer Verpackung tragen.

Eine weitere Abkürzung lautet PCN (Poison Centre Notification). In diesem Fall weist die Abkürzung auf ein Notifizierungsverfahren, wonach die Angaben zum gefährlichen Gemisch an die einheitliche europäische Datenbank von Giftinformationszentren durch den Hersteller übermittelt werden. Es geht also um ein Verfahren, nach dem die in einem EWR-Mitgliedsstaat zu vermarktende gefährliche Mischung an diesem Mitgliedsstaat angemeldet wird.

Durch diesen Prozess wird eine genau bestimmte chemische Zusammensetzung eines gefährlichen Gemisches einem bestimmten UFI-Code zugewiesen. Die Mischung mit einem bestimmten UFI weist daher eine genau bestimmte Zusammensetzung auf. 

Sobald eine Chemikalie eingetragen wird, darf ihr UFI nur noch zur Bekanntmachung einer Mischung derselben Zusammensetzung bzw. mit einer geringen Toleranzspanne verwendet werden.

Wenn Sie also eine Mischung einer bestimmten Zusammensetzung in einem anderen EWR-Mitgliedsstaat deklarieren möchten, dürfen Sie denselben UFI verwenden. Wenn die Zusammensetzung sich ändert, dient der UFI-Code ebenso geändert zu werden.

Nicht zuletzt die PCN-Datei. Hier geht es um eine Datei, die in einem von der ECHA (European Chemical Agency) veröffentlichten Softwaretool erstellt wurde. Nach Abschluss des PCN-Notifizierungsverfahrens wird die Datei über das ECHA-Portal an die Giftzentren-Datenbanken übertragen. Diese Übermittlung erfolgt über das ECHA-Portal.

Sollte ich zur Erleichterung des Verständnisses auch die Verbindung zwischen UFI-, PCN- und PCN-Dateien aufklären?

In einer PCN-Produktdatei wird der UFI-Code mit einer bestimmten chemischen Zusammensetzung zusammengebracht. Sobald diese PCN-Datei in die Giftzentren-Datenbank eingereicht wird, darf diese UFI ausschließlich für Produkte mit der gleichen Zusammensetzung bzw. einer geringen Toleranz (die ich im nächsten Beitrag genauer beschreibe) verwendet werden.

Vielleicht haben Sie nach dem Lesen dieses Beitrags eine andere Frage. Ich würde es gerne hören, also lade ich Sie gerne ein, mir zu schreiben.

Haftungsausschluss:
Die Informationen in diesem Blog werden mit äußerster Sorgfalt zusammengestellt. Er dient jedoch nicht der Beratung (zu Chemikalien) und der Anbieter übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität der veröffentlichten Inhalte. Wenn Sie Beratung für einen bestimmten Fall benötigen, schreiben Sie uns bitte an bojan.dimic@bens-consulting.com

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