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SDB | 20. Sep 2018

Vor Ihnen ist der zweite Teil des Artikels, wo die Mythen über Sicherheitsdatenblätter (SDB-s) und Etiketten zerschlagen werden. Diese Mythen sind einfach nicht wahr. Hier sind die ersten drei Mythen aus dem ersten Teil:

#1: Die Sicherheitsdatenblätter werden nur von Inspektoren gelesen

#2: Das Sicherheitsdatenblatt ist zu lang

#3: Einmal gefertigter Sicherheitsdatenblatt ist immer geeignet

Nachfolgend teile ich mit Ihnen noch die restlichen vier:

#4: Wir haben nichts zu fürchten, denn unsere Sicherheitsdatenblätter wurden von einer Übersetzungsagentur übersetzt

Sie sollen wissen, dass es nichts hilft, auch wenn die Übersetzungen beurkundet wurden.

Die SDB-s werden nicht übersetzt und eine Übersetzungsagentur kann sie nicht erstellen.

Lassen Sie mich diese kühne Behauptung erläutern.

Bei den Sicherheitsdatenblättern zählt die Eignung des Dokuments, das auch der nationalen Gesetzgebung angepasst sein muss. Die Eignung des Dokuments bedeutet, dass die Angaben im SDB richtig sind.  Es bedeutet, dass die gefährliche Chemikalie richtig eingestuft ist. Hinsichtlich der Zusammensetzung und den Stoffen in dem SDB muss das Gemisch richtig eingestuft sein. Leider ist das oft nicht der Fall.

Oft werden in den SDB-s nicht die korrekten H- und P-Sätze aufgeführt.  Bestimmte P-Sätze, die aufgeführt werden sollten, fehlen, z. B. »Außer Reichweite von Kindern aufbewahren. «

Wir als Fachleute kennen diese Regelungen, die Übersetzer aber brauchen die nicht zu kennen.

Dann sind hier noch die Lagerungsklassen. Die Übersetzungsagenturen folgen nicht allen lokalen und EU-Regelungen und sie werden auch nicht dafür bezahlt. Ein Übersetzer in der Agentur wird also auch nicht wissen, in welche Lagerungsklasse eine bestimmte Chemikalie laut der kürzlich veröffentlichten Regelung gehört.  Wir sind auf diesem Gebiet Fachleute und kennen auch solche Informationen, die wir dann entsprechend in das SDB eintragen.

Die meisten Probleme treten im Punkt 8 des SDB-s auf, der auf slowenische Gesetzgebung angepasst sein muss. Dieser Punkt wir auch von Inspekteuren kontrolliert. Der Punkt legt die Schutzausrüstung und die Grenzwerte der Stoffe für die Berufliche Exposition am Arbeitsplatz.

Als nächstes ist Punkt 14 wichtig, wo oft kontrolliert wird, ob die UN-Nummer richtig festgelegt ist. Falls das SDB eine ätzende oder umweltschädliche Chemikalie enthält, muss dieses SDB auch eine bestimmte UN-Nummer enthalten.

Das sind Schlüsselinformationen, die eine Übersetzungsagentur nicht kennen kann, sie stellen aber ein wichtiges Hindernis auf dem Weg zur Erstellung eines Sicherheitsdatenblatt.

Man kann auch behaupten, dass wir die SDB-s nicht übersetzen, sondern mit der CLP-Regelung und der Einstufung der gefährlichen Chemikalien nach ADR abstimmen. Gleichzeitig verweisen wir auf etwaige Besonderheiten und fügen den Inhalt  dort zu, wo es relevant ist.

So bekommen unsere Kunden das Beste von beiden "Welten". Erstens, ein gut erstelltes SDB und zweitens, persönliche und fachliche Beratung.

Und das schafft keine Übersetzungsagentur.

#5: Der Zweck der Etiketten ist Inserieren

Falsch.

Das Etikett enthält alle nötigen Informationen für den Verbraucher. Diese Informationen gehen aus dem SDB hervor, das ein "Ausweis" jeder Chemikalie ist. Darin ist genau definiert, welche Informationen das Etikett enthalten muss.

Das Etikett informiert den Verbraucher, welche Gefahr von einer Chemikalie hervorgeht und wie sie zu handhaben ist. Es geht um drei Sorten von Gefahr:

  • Gesundheitsgefahr,
  • Umweltgefahr und
  • physikalische Gefahr.

Auf den Etiketten sind auch die Sicherheitshinweise geschrieben. Die »H-Sätze« informieren über die Gefahrsorte und in den »P-Sätzen« erfährt man über die sichere Benutzung dieser Chemikalie. Man muss sich nämlich immer bewusst sein, dass es – ungeachtet der schönen Verpackung – um eine Chemikalie geht. Deswegen muss man sich bei jeder Chemikalie auch ihrer sicheren Handhabung bewusst sein.

Im Fall einer Unannehmlichkeit oder eines Unfalls findet man gerade auf dem Etikett die nötigen Informationen über die Handlungsweise. Sie erfahren zum Beispiel, ob Sie die Augen mit Wasser ausspülen, gleich den Arzt aufsuchen oder etwas anderes tun müssen. Oder, um etwas drastisch zu sein, kann man von einem Etikett entnehmen, ob eine Chemikalie vielleicht krebserregend ist. Ebenso erfährt man, was passiert, wenn diese Chemikalie in den Abfluss und die Flüsse gelangt, oder wenn es zum Ausfließen kommt.

Wie Sie sehen, enthält das Etikett außerordentlich wichtige und relevante Informationen, deshalb ist jedes Etikett anders.

#6: Alle Sicherheitsdatenblätter sind mehr oder weniger gleich

Wenn Sie hier die vorgeschriebene Form des Sicherheitsdatenblatt meinen, dann ist das wahr.

Aber von hier aus, ist jedes SDB eine "Geschichte" für sich.

Das SDB hat 16 Kapitel und ist voll von Informationen, die sowohl für verschiedene Fachleute als auch für alle Benutzer wichtig sind.

Unser Unternehmen verwaltet zurzeit 35.375 SDB-s und deshalb kann ich bestätigen, dass die SDB-s sich nicht wiederholen.

Das ist verständlich, wenn man weiß, dass bei dem Portal der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) über 100.000 Stoffe aufgeführt sind.

Ich hoffe, diese Zahlen haben Sie überzeugt, dass es wirklich viele Kombinationen geben kann.

#7: In unser Lieferkette interessieren die Sicherheitsdatenblätter keinen. Wieso sollten sie uns interessieren?

Weil das SDB eine Info-Quelle für JEDEN in der Lieferkette ist.

Das bedeutet, dass die Informationen über die Gefahren und sicherer Benutzung vom Hersteller bis zum Verbraucher bzw. Benutzer schnell und ununterbrochen kommen.

Und die Hauptquelle der Informationen ist gerade das SDB. Es handelt sich um eine vereinbarte Form, die relevante Informationen vom Anfang bis zum Ende der Lieferkette überträgt.

In dieser Kette dürfen keine Informationen verloren gehen, sondern dürfen nur ergänzt, verbessert und an verschiedene lokale Gesetzgebungen angepasst werden.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass jedes Glied seine Pflichten ernsthaft und verantwortlich erfüllt.

Ich lade Sie hiermit ein, diese Mythen noch einmal zu durchlesen. Wenn Sie sich darin erkennen und unsere Hilfe mit Ihren Sicherheitsdatenblätter brauchen oder einfach keine Zeit haben, sie selber zu verwalten, lassen Sie uns wissen. Wir helfen Ihnen gern.

Haftungsausschluss:
Die Informationen in diesem Blog werden mit äußerster Sorgfalt zusammengestellt. Er dient jedoch nicht der Beratung (zu Chemikalien) und der Anbieter übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität der veröffentlichten Inhalte. Wenn Sie Beratung für einen bestimmten Fall benötigen, schreiben Sie uns bitte an bojan.dimic@bens-consulting.com

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